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  1. Am 7. Dezember war die Handelskammer Hamburg Schauplatz des Bildungsgipfels Schach des Hamburger Schachverbands und der Deutschen Schulschachstiftung e.V. Unter dem Titel „Springer, Dame, König, matt!“ diskutierten knapp 40 Teilnehmer und Referenten einen Tag lang über Fragen des Schachs als Instrument der Bildung. Die Handelskammer bot mit ihrem Albert-Schäfer-Saal höchst professionelle Bedingungen, die von allen Teilnehmern durchgehend gelobt wurden. Begrüßt wurden die Teilnehmer mit einer Tagungsmappe und einer heißen Tasse Kaffee, sehr angemessen aufgrund des Hamburger Herbstwetters.

  2. Das Präsidium des Deutschen Schachbundes (DSB) hat Anfang Dezember einstimmig André Schulz zum neuen DSB-Beauftragten für Schachgeschichte und Schachkultur ernannt: „Wir freuen uns, dass sich mit André Schulz eine so bekannte Schach-Persönlichkeit ehrenamtlich beim DSB engagieren möchte. Sein geballtes Schachwissen und seine Erfahrung machen ihn zur perfekten Wahl für diese Aufgabe“, erläutert DSB-Präsident Ullrich Krause die Entscheidung. Dem bisherigen Beauftragten Dr. Michael Negele dankt das Präsidium ganz herzlich für seinen unermüdlichen Einsatz in den vergangenen Jahren: Vor allem 2018 war Negele im Rahmen des Lasker-Jahres mit zahlreichen Vorträgen und Veranstaltungen im ganzen Land unterwegs, um den einzigen deutschen Schach-Weltmeister in der Geschichte zu würdigen.

  3. Wie auch in den letzten beiden Jahren tagte die Kommission Leistungssport am ersten Adventswochenende in Dortmund. Wichtigster Bestandteil der zweiten Sitzung eines Jahres ist die Aufstellung der Kader des DSB für das kommende Jahr.

  4. Der DSJ-Geschäftsführer Jörg Schulz wurde am 5. Dezember 2019 unwiderruflich freigestellt. Er ist deshalb nicht mehr befugt, als DSJ-Geschäftsführer aufzutreten. Das DSB-Präsidium hat allerdings keine Einwände, wenn er während seiner Freistellung ehrenamtlich für die DSJ tätig ist, soweit das die DSJ- und DSB-Ordnungen für Angestellte des Deutschen Schachbundes zulassen. Als Ansprechpartnerin in der Geschäftsstelle für die DSJ fungiert zukünftig Frau Astrid Hohl, Telefon 030/300078-15, E-Mail astrid.hohl@schachbund.de

    Nachfolgend einige Erläuterungen zu den Hintergründen dieser Entscheidung:

    Am 12. November 2019 wurde dem DSJ-Geschäftsführer Jörg Schulz durch den DSB-Geschäftsführer Marcus Fenner mitgeteilt, dass er bis zur DSB-Präsidiumssitzung am 15.November freigestellt sei. Am 15. November 2019 hat das DSB-Präsidium beschlossen, den Arbeitsvertrag des DSJ-Geschäftsführers Jörg Schulz zum 30. Juni 2020 fristgerecht zu kündigen. Der Grund ist das vollständig zerrüttete Vertrauensverhältnis zwischen dem DSB-Präsidium und Jörg Schulz. Am 18. November wurde ihm das Kündigungsschreiben durch den DSB-Geschäftsführer Marcus Fenner übergeben. Jörg Schulz erläuterte dem DSB-Geschäftsführer anschließend, dass er noch zwei Wochen benötigen würde, um einige Tätigkeiten abzuschließen, zu denen auch die Förderanträge der Deutschen Schachjugend an die Deutsche Sportjugend gehörten. Diese hätten eigentlich am 15. November 2019 gestellt werden müssen, eine entsprechende Fristverlängerung bis zum 29. November 2019 war am 14. November 2019 vom DSB erfolgreich beantragt worden. Jörg Schulz wurde dann am 29. November mitgeteilt, dass er noch drei zusätzliche Tage für die Übergabe an Astrid Hohl in der Geschäftsstelle anwesend sein könne und ab dem 5. Dezember 2019 unwiderruflich freigestellt werde.

    Ullrich Krause
    Präsident des Deutschen Schachbunds

  5. Traditionell zum letzten großen Seniorenturnier des Kalenderjahres in dem gediegenen Ambiente des Dorint Seehotels Binz-Therme auf der schönen Ostseeferieninsel Rügen trafen sich 186 Schachspielerinnen und Schachspieler zum Jahresausklang. Mit 11 Titelträgern konnte Turnierdirektor Gerhard Krüger eine ansehnliche Zahl von Meisterspielern im Turnier begrüßen.
    Mit GM Thomas Pähtz wagte sich erstmals auch ein jüngerer „Senior“ aus der Großmeistergarde ins schöne Ostseebad Binz.

  6. Die Offenen Deutschen Senioren-Einzelmeisterschaften (ODSenEM) werden nächstes Jahr vom 1. bis 9. Mai erstmals Teil des Meisterschaftsgipfels in Magdeburg sein. Die Teilnehmer können dann in ihrer spielfreien Zeit die deutsche Schach-Elite um Nisipeanu, Keymer und Co hautnah bei den German Masters und den zahlreichen anderen Meisterschaften erleben.

  7. Anfang nächster Woche startet in Monaco das zweite von vier Turnieren des FIDE Women‘s Grand Prix. Mit dabei ist wieder Deutschlands beste Spielerin Elisabeth Pähtz, die beim ersten Treffen in Skolkowo einen beachtlichen fünften Platz erreichte und damit wertvolle Punkte im Rennen um den Gesamtsieg verbuchen konnte. Vom 3. bis 14. Dezember trifft sich die weibliche Schach-Elite im Yacht Club de Monaco zum Wettkampf über 11 Runden um das Preisgeld von insgesamt 80.000 Euro und zwei zu vergebene Plätze für das Kandidatenturnier 2021 zur Frauen-WM. Die Siegerin von Skolkowo Humpy Koneru wird versuchen an ihre starken Leistungen anzuknüpfen, Weltmeisterin Ju Wenjun ist dagegen dieses Mal nicht dabei.

  8. Es bahnt sich ein neuer Teilnehmerrekord bei der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft (DSAM) an: Schon über 600 Spielerinnen und Spieler haben sich für das zweite Qualifikationsturnier der Serie vom 20. bis 22. Dezember in Düsseldorf angemeldet – und es werden täglich mehr! Damit würde Hamburg mit Abstand als Turnier mit den meisten Spielern abgelöst werden: Dort waren in der Saison 2017/2018 insgesamt 516 Schachbegeisterte zusammengekommen. Bis zu 700 Spieler finden im Spielhotel in Düsseldorf Platz, die Anmeldung ist also weiterhin möglich.

  9. Bei den Senioren-Weltmeisterschaften in Bukarest errangen GM Rafael Vaganjan (Armenien) und GM Nona Gaprindashvili (Georgien) in der Altersgruppe 65+ sowie GM Vadim Shiskin (Ukraine) und WGM Elvira Berend (Luxemburg) bei 50+ die Titel. Abgesehen vom Überraschungssieger Shiskin setzten sich damit die Favoriten durch.

    Von den 15 deutschen Teilnehmern konnten sich WIM Brigitte Burchardt (5. bei w65+) und IM Zoya Schleining (6. bei w50+) am besten platzieren. Burchardt lag sogar nach 8 Runden in Führung, doch reichte es am Schluss nicht zu einer Medaille.

    Ein ausführlicher Bericht ist bei ChessBase veröffentlicht.

    Christian Eichner

  10. Die Wirtschaftsdienst GmbH des Deutschen Schachbundes wird zum 1. Januar 2020 aufgelöst: Dies hat die Gesellschafter-Versammlung am 16. November 2019 in Hamburg beschlossen. Des Weiteren ist Ossi Weiner seit dem 16. November nicht mehr als Geschäftsführer der Wirtschaftsdienst GmbH tätig.

    „Ich bedanke mich bei Ossi Weiner ausdrücklich für seine Arbeit in den vergangenen zwei Jahren, insbesondere für seinen erfolgreichen Einsatz im Zusammenhang mit dem Meisterschaftsgipfel 2019 in Magdeburg. Mit der Liquidation der Wirtschaftsdienst GmbH folgen wir ausschließlich einer Empfehlung unseres Steuerberaters“, so DSB-Präsident Ullrich Krause.

  11. Am 23./24. November beginnt die Saison 2019/20 der Schachbundesliga. Wir schauen auf die Begegnungen an den Spielorten Deizisau, Bremen, Speyer und Augsburg voraus.

  12. Am Wochenende trafen sich die Funktionäre des Deutschen Schachbundes (DSB) zum Hauptausschuss in Hamburg. Nachdem am Freitag das Präsidium und der Arbeitskreis der Landesverbände zusammengekommen waren, wurde die Versammlung am Samstag durch die Referenten und Ehrenpräsidenten komplettiert.

  13. Am 2. Dezember 2019 begeht die Universität Leipzig ihren 610. Gründungstag. Zum Jubiläumstag, dem „Dies academicus“, fand in den letzten Jahren immer auch eine hochkarätige Schachveranstaltung statt. Auf Einladung von Dr. Gerhard Köhler und der Stiftung Kinderschach in Deutschland wird der nach dem ehemaligen Schachweltmeister Dr. Emanuel Lasker erfolgreichste deutsche Schachspieler, Großmeister Dr. Robert Hübner, nach Leipzig kommen. Dr. Hübner wird unter anderem zum Simultan antreten.

  14. Das Präsidium des Deutschen Schachbundes, der Vorstand der Deutschen Schachjugend und die Landesverbände haben auf dem Hauptausschuss am 16. November 2019 ihre gemeinsame Absicht bekundet, die Deutsche Schachjugend in einen eingetragenen Verein umzuwandeln. Dies soll nach Möglichkeit bereits im Mai 2020 auf einem außerordentlichen Bundeskongress geschehen.

    Ziel aller Beteiligten ist es, durch die rechtliche Trennung die unbefriedigende Situation aufzulösen, dass sich der DSB einerseits für die DSJ z. B. steuerrechtlich verantworten muss, dass sich die DSJ aber andererseits – insbesondere finanziell – selbst verwaltet. Die Umwandlung soll dieses strukturelle Defizit beheben und es beiden in Zukunft ermöglichen, sich auf die partnerschaftliche Sacharbeit zu konzentrieren. DSB-Präsidium und DSJ-Vorstand unterstreichen dabei, dass die neue Struktur nicht zu einem Auseinanderdriften der Verbände führen soll.

    Gemeinsame Arbeitsgruppen werden die rechtlichen, finanziellen und schachpolitischen Fragen klären, die diese Veränderung mit sich bringt.

    Präsidium des Deutschen Schachbundes und Vorstand der Deutschen Schachjugend