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  1. Am Montag wurden die Spieler und Spielerinnen von den Bundestrainern Zahar Efimenko und Jan Gustafsson informiert – ob sie dabei sind, oder nicht. Die DSB-Kader für die Olympiade in Samarkand (Usbekistan) stehen fest, exakt drei Monate vor dem Start des Turniers, vom 15. bis 28. September. Während es bei den Männern im Grunde keine Überraschung gibt, bis auf eine Ausnahme (Rasmus Svane) streng nach Elo nominiert wurde. So rückte im Vergleich zur EM Alexander Donchenko für Dmitrij Kollars ins Aufgebot, das – wenig überraschend – von Vincent Keymer, Matthias Blübaum und Frederik Svane angeführt. "Natürlich wollen wir vorne mitspielen", so Gustafsson, "je weiter vorne - desto besser." Im Vergleich dazu wirbelte Zahar Efimenko den Frauen-Kader – der im Herbst noch Bronze bei der Team-EM geholt hatte - ordentlich durcheinander. Die Rückkehr von Elisabeth Pähtz, die nach der Geburt ihrer Tochter im Frühjahr erstaunlich früh wieder Lust auf Schach bekommen hat, ist dabei nicht unbedingt überraschend. Sie hatte immer betont, dass die Olympiade für sie ein großes Ziel ist. „Ich freue mich, dass Elisabeth ins Team zurückgekehrt ist - und bereit ist, mit uns zu kämpfen“, sagte Zahar Efimenko.

  2. Am 18. Juli wird der Schachgipfel in Dresden zum Treffpunkt für Schachbegeisterte, Neugierige und Familien gleichermaßen: Von 10 bis 18 Uhr verwandelt sich das Gelände des Internationalen Congress Centers in ein farbenfrohes Schachfest mit einem vielfältigen Rahmenprogramm. Wer gedacht hat, Schach sei nur etwas für die ruhigen Turniersäle, wird hier eines Besseren belehrt.

  3. Für viele DSB-Talente wird es jetzt richtig herausfordernd. Gleich zwei Top-Turniere im Mammut-Design stehen an: Einmal der FIDE World Cup für U8 bis U12, ab Dienstag in einem neuen Format, in Batumi. Und dann die Jugend-Weltmeisterschaften U14 bis U18 im italienischen Montesilvano, die mit der ersten Runde am Montag beginnt. Hier tummeln sich unter den 780 Spielerinnen und Spielern aus 87 Nationen einige ambitionierte DSB-Talente. Und hier, sagt Bundesnachwuchstrainer und Delegationsleiter Bernd Vökler, habe man „auch einige realistische Medaillenchancen“.

  4. Im Mai und Juni gingen drei Höhepunkte des klassischen Schachs in unmittelbarer Folge über die Bühne:

    1. TePe Sigeman in Malmö (1.-7. Mai),
    2. Romania Classic als Bestandteil der Grand Chess Tour in Bukarest (14.-23. Mai),
    3. Norway Chess in Oslo (25. Mai – 5. Juni).
  5. Bereits über 150.000 Kinder kamen, um die „Faszination Schach“ von Großmeister Sebastian Siebrecht als Erlebnisschachprogramm zu rocken. Spiel, Spaß und Begeisterung pur! Das Ring-Center II im Berliner Bezirk Lichtenberg ist zum ersten Mal Ausrichter der beliebten Kinderschachinitiative. Bezirksbürgermeister Martin Schäfer hat die Schirmherrschaft übernommen. Er wird zusammen mit Centermanagerin Andrea Schwenke und einer ersten Schulklasse am Montag, den 15. Juni 2026 um 10.00 Uhr den Eröffnungszug der Schachtage ausführen.

  6. Das Präsidium des Deutschen Schachbundes hat beschlossen, die Kandidatur von GM Bachar Kouatly für das Amt des Präsidenten der European Chess Union (ECU) zu unterstützen. Im Rahmen eines Treffens in der Geschäftsstelle des Deutschen Schachbundes bekräftigten DSB-Präsident Paul Meyer-Dunkerund Bachar Kouatly diese Unterstützung und hielten sie in einer gemeinsamen Erklärung schriftlich fest. Meyer-Dunker hebt insbesondere die Reformvorschläge des Teams um Kouatly hervor. Dazu zählen Maßnahmen zur Stärkung von Demokratie, Transparenz, Aufwertung der europäischen Meisterschaften und guter Verbandsführung innerhalb der ECU. Besonders begrüßt wird der Vorschlag einer Amtszeitbegrenzung für den Präsidenten auf zwei Wahlperioden sowie eine offenere und nachvollziehbarere Finanz- und Verbandspolitik.

  7. Es war ein harter Schlag für die Frauen-Bundesliga – natürlich auch, weil so ein Vorgang nie gut ist für eine Spielklasse: Ausgerechnet der amtierende Meister, insgesamt vierfacher Titelträger der höchsten DSB-Spielklasse, der SK Schwäbisch Hall, zieht sich aus der Bundesliga zurück. Über die Gründe war bisher wenig bekannt – außer das, was in einer offiziellen Vereinsmitteilung stand, wonach besonders die Reisekosten doch zuletzt arg zu Buche schlugen. Was man ja unter Verzicht auf die vielen ausländischen Topspielerinnen durchaus auch hätte ändern können… Kurzum: Am Wochenende feierte der Verein seinen 90. Geburtstag. Ein Fest, das eigentlich mit dem Meistertitel der Frauen gekrönt werden sollte - und nun ein wenig überschattet wird. Der Vereinsvorsitzende Ehrhard Steffen stellt klar: „Wir haben uns den Rückzug aus der Frauenbundesliga nicht leicht gemacht. Wir haben unseren Spielerinnen jedes Jahr gesagt: Wir entscheiden von Saison zu Saison, ob wir wieder in der Frauen-Bundesliga spielen.“ Nun habe man den Daumen senken müssen: „Es herrschte die einhellige Meinung, dass unser Verein keine finanziellen Risiken eingehen darf.“

  8. Die Senioren-Europameisterschaft 2026 wurde vom 1. bis 11. Juni wiederholt im italienischen Acqui Terme ausgetragen. Gespielt wurde in den Altersklassen 50+ und 65+ sowie in den Frauenkategorien. Aus deutscher Sicht standen vor allem die Auftritte von GM Rainer Knaak, IM Christof Sielecki, IM Arnd Lauber und WFM Kira Kierzek im Mittelpunkt.

    In der Kategorie 65+ belegte GM Rainer Knaak am Ende Rang elf. Nach einer starken Ausgangsposition warf ihn eine Niederlage in der Schlussrunde gegen den späteren Europameister noch aus den vorderen Plätzen zurück.

  9. Am Ende hatte er noch eine Botschaft für alle Mitglieder des Deutschen Schachbundes. „Wir haben verstanden und sehen das auch als klare Aufgabe“, sagte Paul Meyer-Dunker, „dass das, was in den letzten Monaten passiert ist, sicherlich nicht die Art und Weise ist, wie das deutsche Schach repräsentiert werden soll. So wird es nicht weitergehen, das wird jetzt anders werden.“ Er wolle, dass alle Schachfreunde und -freundinnen „auf den Deutschen Schachbund blicken und sich denken: Das passt schon.“ Mehr sei gar nicht nötig. Und damit zum zweiten Teil des Interviews mit dem neuen Präsidenten des DSB, das Matthias Wolf und Finn Engessergeführt haben. Heute tauchen wir auch tiefer in den sportlichen Bereich ein. Einige Aussagen gibt es hier zum Nachlesen – aber alle Antworten gibt es nur im großen Video-Interview.

  10. Anbei die Pressemitteilung des SK Blauer Springer.

    Am 20./21. Juni 2026 finden im Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn die Deutschen Schnellschachmeisterschaften statt. Ausrichter ist der SK Blauer Springer Paderborn, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Vereinsjubiläum feiert. „Wir sind stolz und dankbar, dass uns der Deutsche Schachbund das Vertrauen schenkt, eine nationale Meisterschaft in der Sportstadt Paderborn auszurichten. Nicht zuletzt durch die großzügige Unterstützung, die wir von zahlreichen Paderborner Unternehmen und Organisationen erhalten haben, werden wir ein außergewöhnliches Schachsportereignis erleben.“, so der Vereinsvorsitzende Dr. Ulrich Rust.

  11. Vom 17. bis 25. Juli 2026 werden beim Schachgipfel in Dresden die Deutschen Einzelmeisterschaften ausgetragen. In den Meisterklassen der Frauen und Männer kämpfen jeweils zehn Spielerinnen beziehungsweise Spieler im Rundenturnier um die Titel „Deutsche Meisterin 2026“ und „Deutscher Meister 2026“. Nach Abschluss des Qualifikations- und Nominierungsverfahrens stehen die Teilnehmerfelder nun fest. Das Teilnehmerfeld der Frauen ist dabei hochkarätig besetzt, während bei den Männern einige Spitzenspieler aufgrund von Terminüberschneidungen fehlen werden. Dennoch verspricht die Mischung aus erfahrenen Nationalspielern und jungen Talenten spannende Titelkämpfe.

  12. Es lief die dritte Runde der Deutschen Frauen-Mannschaftsmeisterschaft der Landesverbände, im Schachdeutsch mit seinen Turnier-Abkürzungen DFMM-LV genannt, da klingelte beim Team Sachsen-Anhalt ein Handy – genauer gesagt: der Wecker eines Mobiltelefons. Andernorts wäre das ein riesiger Aufreger gewesen, womöglich sogar ein Protestgrund. In Braunfels aber herrscht unter den Frauen stets eine freundschaftliche, entspannte Atmosphäre. Die Teamchefin des Teams Sachsen-Anhalt, Tanja Pflug, spricht davon, dieses Event sei „wie ein Klassentreffen, wo man sich freut, in erster Linie wieder bekannte Gesichter zu sehen“. Turnierdirektorin und Haupt-Schiedsrichterin Nadja Jussupow sagt, man habe nicht nur vorneweg erlaubt, dass Handys ausgeschaltet neben dem Brett liegen dürfen, sondern in diesem Fall habe auch der Teamchef der Mannschaft aus Nordrhein-Westfalen (letztlich Sachsen-Anhalt mit 2,5:5,5 unterlegen), Andreas Jogodzinsky, allen Teilnehmern gegenüber sofort betont: „Der Käse interessiert uns nicht, wir sind zum Schachspielen hier“, so Jussupow. Am Ende beherrschten die Sachsen-Anhaltinerinnen ihr Kerngeschäft am besten.

  13. Im zweiten Halbjahr 2026 steht eine Jugend-Europameisterschaft auf dem Turnierprogramm unseres Schachnachwuchses. Für die Betreuung der Spieler und Spielerinnen vor Ort werden Trainer und Trainerinnen gesucht, die Teil der deutschen Delegation sein wollen. Dafür sind einige Kriterien zu erfüllen, unter anderem auch die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses und die Akzeptanz des Ehrenkodexes. Alle Kriterien können hier nachgelesen werden.

  14. Nach der EM ist vor dem Gipfel. Mit Enttäuschung, aber auch sehr viel Ehrgeiz im Gepäck, kehrte die deutsche Nummer eins, Dinara Wagner, aus Batumi zurück. Nur aufgrund der Buchholz-Wertung verpasste sie die Qualifikation für den World Cup. Aber für Schachprofis gilt aufgrund ihrer vielen Turniere in bisweilen enger Taktung das Motto: weiter, immer weiter! Das macht Dinara Wagner auch gegenüber der DSB-Öffentlichkeitsarbeit deutlich. Vom 17. bis 25. Juli 2026 werden beim Schachgipfel in Dresden die Deutschen Einzelmeisterschaften ausgetragen. In den Meisterklassen der Frauen und Männer kämpfen jeweils zehn Spielerinnen und Spieler im Rundenturnier um die Titel „Deutsche Meisterin 2026“ und „Deutscher Meister 2026“. Dinara Wagner ist Titelverteidigerin.

  15. Am Ende war es richtig knapp. Nur die ersten zehn Plätze qualifizieren sich für den World Cup – die deutsche Nummer eins, Dinara Wagner, landete auf Rang zwölf. Sie holte zwar beachtliche 7,5 Zähler und war somit punktgleich mit denSpielerinnen von Platz sieben bis Platz 18 – aber ihre Buchholzwertung gab nur den zwölften Platz her. Und da es das erste gewertete Turnier im neuen FIDE-Zyklus war, gab es auch noch keine Vorqualifizierten – und damit keine Nachrückerplätze. Auch Fiona Sieber hatte in der letzten und elften Runde noch die Chancen, einen Qualifikationsplatz zu erreichen. Gegen Meri Arabidze verlor sie jedoch, wodurch sie am Ende nur 6,5 Punkte auf dem Punktekonto hatte und so Platz 32 in der Endtabelle einnahm. Aber sie schaffte ein beachtliches Elo-Plus von 49 Punkten. Neue Europameisterin, eine riesige Überraschung, wurde die erst 15 Jahre alte Ukrainerin Anastasiia Hnatyshyn. Dafür bekam sie direkt einen WGM-Titel verliehen, eine IM-Norm hatte sie da auch bereits in der Tasche. Das nennt man dann wohl Senkrechtsstarterin. Die DSB-Öffentlichkeitsarbeit bat Frauen-Bundestrainer Zahar Efimenko um eine Turnierfazit. „Insgesamt bewerte ich die Leistung der deutschen Schachspielerinnen bei der Europameisterschaft positiv“, sagt er, „auch vor dem Eindruck dieser Meisterschaft kann ich in einer Woche die endgültige Zusammensetzung der Nationalmannschaft für die Olympiade bekannt geben."

  16. Sachsen-Anhalt nach drei Runden in Führung

    Bei der DFMM LV 2026 in Braunfels führt nach 3 Runden die Mannschaft aus Sachesen-Anhalt mit 6:0 Punkten nach Siegen über Sachsen, Hessen und NRW. Dahinter liegt die Mannschaft aus Bayern mit 5:1 Punkten nach Siegen über Württemberg und Baden,
    gegen Hessen endete die dritte Runde 4:4.

    Auf den Plätzen 3-5 liegen die Teams aus NRW, Sachsen und Thüringen mit jeweils 4:2 Punkten.

    In der vierten Runde trifft Sachsen-Anhalt auf Bayern, NRW hat es mit Thüringen zu tun und Sachsen spielt gegen Hessen.

    Insgesamt nehmen in diesem Jahr 12 Ländermannschaften teil.

    Alle Partien werden live übertragen.

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    Ergebnisse bei Chess-Results

    Partien

    Mannschaftsfotos

    Fotos aus dem Spielsaal

  17. Seit gestern laufen in Braunfels die Deutschen Frauen-Mannschaftsmeisterschaften der Landesverbände (DFMM LV).

    Es spielen 12 Mannschaften mit, alle Partien werden live übertragen.

    DSB Turnierseite

    Ergebnisse bei Chess-Results

    Partien

  18. Drei Tage nach seiner Wahl saß er im Team-Meeting mit den Mitarbeitern in der Zentrale des Deutschen Schachbundes in Berlin. Und jetzt kam er wieder: zum Interview. Es wurde so intensiv und so lang, dass wir Euch in zwei Teilen präsentieren werden, was Paul Meyer-Dunker mit Matthias Wolf und Finn Engesser besprochen hat. Ganz klar, und bei ihm, der Mitarbeiter eines Bundestagsabgeordneten ist (und nebenbei auch noch im E-Sport freiberuflich arbeitet) auch nicht anders zu erwarten: Der DSB soll deutlich meinungsstärker werden auf politischer und internationaler Bühne, "nicht mehr so hasenfüßig". Schneller soll der DSB werden, auch flacher in den Hierarchien, kein Regieren "von oben". Und damit auch enger und harmonischer im Umgang mit den Ehrenamtlichen, die mithin das größte Kapital des Verbandes seien. Klare Worte findet Paul Meyer-Dunker. Er will versöhnen, beruhigen, Brücken bauen - und vor allem: handeln. Viele Versprechen, die der erfahrene Funktionär, der lange und erfolgreich den Berliner Schachverband geführt hat - und nun natürlich auch einlösen muss. Einige zentrale Inhaltes des Intervierws findet Ihr hier aufgeschrieben - aber natürlich lohnt es sich auch, den ersten Teil des Interviews zu gucken, weil darin noch einige Themen mehr angesprochen werden. Teil zwei folgt in der kommenden Woche.