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  1. Die deutschen Männer haben bei der Schacholympiade in Samarkand die passende Antwort auf ihre erste Turnierniederlage gegeben. Nach dem 1:3 gegen China vor dem Ruhetag gewann die Mannschaft von Bundestrainer Jan Gustafssonin Runde sieben mit 3:1 gegen die Türkei. Den Unterschied machten die Svane-Brüder: Frederikund Rasmus gewannen ihre Partien an den Brettern drei und vier, Vincent Keymerund Matthias Blübaum steuerten jeweils einen halben Punkt bei.

    Für die deutschen Frauen verlief der Nachmittag dagegen enttäuschend. Gegen Titelverteidiger Indien setzte es eine deutliche 0,5:3,5-Niederlage. Elisabeth Pähtzholte gegen Vaishali Rameshbabu das einzige Remis, Dinara Wagner, Hanna Marie Klek und Lara Schulzemussten sich geschlagen geben.

  2. Nach einem Tag Pause geht es für die deutschen Mannschaften bei der Schacholympiade in Samarkand weiter. In der siebten Runde trifft das Open-Team auf die Türkei, die Frauen bekommen es mit Titelverteidiger Indien zu tun. Beide deutschen Mannschaften gehen mit zehn von zwölf möglichen Mannschaftspunkten in die zweite Turnierhälfte. Gespielt wird ab 15 Uhr Ortszeit, 12 Uhr deutscher Zeit.

  3. Er wurde schon häufiger als neuer Präsident des Deutschen Schachbundes gehandelt. Das ist im Grunde kein Wunder. Gehört er doch, wie Conrad Schormann bei Perlen vom Bodensee treffend schreibt, zu den „beharrlichsten Kritikern“ des DSB, bei dem er auch mal Vizepräsident Finanzen war. Doch Michael S. Langer wurde nie Präsident, pflegte auf solche Gerüchte um Schatten-Präsidien meist mit Sätzen wie diesen zu antworten: „Wann soll ich denn das auch noch machen?“ Wohl wahr, der Multi-Funktionär, Präsident des Niedersächsischen Schachverbandes und Präsidiumsmitglied des Landessportbundes Niedersachsen, und nach eigener Bezeichnung – auch hier bedienen wir uns bei den Perlen – „Marketing-Berater der Schach-Bundesliga“ hat ja auch nur 24 Stunden täglich zu Verfügung. Wobei manche behaupten: Der Mann schläft nie. Das gilt vermutlich erst recht am heutigen Ehrentag. Michael S. Langer (das S steht übrigens entgegen aller Gerüchte nicht für "Schach", sondern für Sebastian) feiert seinen 60. Geburtstag. Interviews musste er selbst schon viele gegeben, meist zur Lage der Schach-Nation. Deshalb hat die DSB-Öffentlichkeitsarbeit nach einem Laudator gesucht, der mehr über den Menschen Michael S. Langer sagen kann. Gefunden haben wir ihn im Land der Berge.

  4. Die Mail der FIDE kam ein wenig kurzfristig. Am Tag vor der Ehrung. So, dass es den beiden Herren schwer möglich gewesen wäre, rechtzeitig bei der Übergabe des Preises in Samarkand zu sein. Um genau zu sein, hatten sie die Mail am Tag der Ehrung – dem heutigen Dienstag - noch gar nicht gelesen. Und so gelang es der DSB-Öffentlichkeitsarbeit, Horst Metzing und Christian Krause zu überraschen. Übrigens mit höchst unterschiedlichen Reaktionen auf die Ehrung, die den beiden beim FIDE-Schiedsrichter-Kongress, am Rande der Olympiade in Usbekistan, zuteil wurde. Dort wurde ihnen der FIDE-Schiedsrichterpreises 2026 verliehen. „Eine Auszeichnung, die Sie sich für Ihre über 35-jährige Tätigkeit als internationaler Schiedsrichter und Ihren Einsatz bei den wichtigsten Schachturnieren der Welt redlich verdient haben“, schreibt die FIDE.

  5. Nach dem Coup gegen die USA folgt für die deutschen Männer der erste Dämpfer: Gegen China setzt es eine 1:3-Niederlage, die erste des Turniers. Die Frauen dagegen antworten auf ihre Niederlage vom Vortag mit einem 2,5:1,5-Sieg gegen Rumänien. Beide Teams stehen damit vor dem ersten Ruhetag bei zehn von zwölf möglichen Mannschaftspunkten und genau einer Niederlage.

  6. Die 34. Deutsche Senioren-Mannschaftsmeisterschaft wurde vom 14. bis 20. September 2026 in den Altersklassen 50+ und 65+ in Bad Soden-Salmünster ausgetragen.

    Die Meisterschaft verbindet sportlichen Wettbewerb mit dem gemeinschaftlichen Charakter des Seniorenschachs. Mannschaftsgeist, langjährige Erfahrung und die Freude am königlichen Spiel stehen dabei neben dem sportlichen Ergebnis im Mittelpunkt.

  7. In der sechsten Runde der Schacholympiade wartet auf die deutsche Nationalmannschaft mit China der nächste Gegner aus der absoluten Weltspitze. Die Frauen treffen auf Rumänien und wollen vor dem Ruhetag noch einmal ein Erfolgserlebnis feiern. Rundenbeginn ist um 15 Uhr Ortszeit in Samarkand (12 Uhr deutscher Zeit). Nach fünf Runden steht die deutsche Mannschaft im Open weiterhin bei der maximalen Ausbeute von zehn Mannschaftspunkten. Nun folgt mit China direkt die nächste schwere Aufgabe.

    „China ist an vier gesetzt, eine der Topmannschaften des Turniers. Wieder ein sehr hartes Match", sagt Bundestrainer Jan Gustafsson. „Wenn man oben mitspielt, bekommt man auch die harten Gegner, und das war auch unser Ziel."

  8. Was für ein Tag für das deutsche Männerteam: Mit 2,5:1,5 bezwingt Deutschland die USA – die mit Fabiano Caruana, Wesley So, Hans Moke Niemann und Levon Aronian nicht nur die Nummer eins der Setzliste sind, sondern bis dahin ebenfalls makellos durch das Turnier gegangen waren. Matchwinner ist Frederik Svane, der Hans Niemann bezwingt. Die deutschen Frauen dagegen müssen sich Kasachstan mit 1,5:2,5 geschlagen geben – die erste Niederlage nach vier Siegen zum Auftakt.

    Vier Bretter, im Schnitt mehr als 75 Elo-Punkte Unterschied zugunsten der Amerikaner, dazu der Status als topgesetztes und bis dato ungeschlagenes Team – auf dem Papier war die USA-Mannschaft der klare Favorit. Es zeigte sich, dass Papierform bei einer Schacholympiade nur die halbe Wahrheit ist.

  9. Dr. Ana-Maria Valeanbegleitet das Team und berichtet hautnah. Die 3. FIDE Schach-Olympiade für Menschen mit Behinderung findet in Samarkand statt vom 11. - 17. September in insgesamt sieben Runden. Das deutsche Team besteht aus: Artur Kevorkov, David-Andrei Valean, Sergej Salov, Manuela Mekus und Günter Michalke. Trainer und Mannschaftskapitän ist Vinzent Spitzl. Das deutsche Team ist an Platz 6 der Setzliste von 41 Teams gesetzt. Der Elo-Durchschnitt des deutschen Teams ist bei 2108.

  10. Ein halbes Jahr nach der Geburt ihrer Tochter ist Elisabeth Pähtz zurück in der Nationalmannschaft und liefert ab - zum derzeitigen Zeitpunkt hat sie alle ihrer drei Partien gewinnen können. Im Interview spricht die erfahrenste Spielerin des deutschen Teams über das Leben mit Baby beim Turnier, ihren Traum vom Weltmeistertitel, ihre Rolle als Vorbild für die nächste Generation, ihren jahrelangen Einsatz für Gleichberechtigung im Schach und darüber, wie lange sie sich selbst noch als Profispielerin sieht.

    Mit 14 Teilnahmen an Schacholympiaden gehört Elisabeth Pähtz zu den erfahrensten Spielerinnen im gesamten Feld – knapp 30 Jahre ist sie mittlerweile dabei. In Samarkand ist ihre Teilnahme aber auch aus einem anderen Grund besonders: Es ist ihr erstes Turnier nach der Geburt ihrer Tochter.

  11. Vier Runden, vier Siege – und jetzt kommen die ersten ganz großen Prüfsteine. In der fünften Runde der Schacholympiade in Samarkand trifft die deutsche Nationalmannschaft im Open auf die topgesetzten USA um Fabiano Caruana, Wesley So, Hans Moke Niemannund Levon Aronian. Die deutschen Frauen bekommen es mit der an Nummer drei gesetzten Mannschaft aus Kasachstan und deren Spitzenspielerin Bibisara Assaubayeva zu tun. Für beide DSB-Teams wird der Sonntag zur ersten echten Standortbestimmung dieser Olympiade.

    Vier Mannschaftskämpfe sind gespielt, beide deutschen Teams haben viermal gewonnen. Viel besser hätte der Start in Samarkand kaum laufen können. Doch am fünften Turniertag verändert sich die Qualität der Aufgaben noch einmal erheblich: Bei den Männern wartet mit den Vereinigten Staaten die Nummer eins der Setzliste, bei den Frauen mit Kasachstan eines der stärksten Teams des Turniers. Noch entscheidet eine einzelne Runde bei einer Schacholympiade wenig. Im Schweizer System liegen nach diesem Sonntag noch sechs weitere Mannschaftskämpfe vor den Teams. Eine Vorentscheidung ist das deshalb nicht. Eine Standortbestimmung aber sehr wohl.

  12. Vor der Schlussrunde der Deutschen Senioren-Mannschaftsmeisterschaft in Bad Soden-Salmünster haben die Spitzenreiter die besten Karten: In der Gruppe 65+ führt Baden einen Matchpunkt vor Bayern 1, in der Gruppe Ü50 liegt Württemberg ebenfalls einen Punkt vor Baden und Rheinland-Pfalz. Ein Sieg am Sonntag würde beiden den Titel sichern.

  13. Samarkand, 19. September 2026. Nach drei überzeugenden Siegen zum Auftakt wurde es in Runde vier für beide deutschen Teams erstmals richtig eng: Die Männer bezwangen gut besetztes polnisches Team mit 2,5:1,5, die Frauen setzten sich gegen Israel mit 3:1 durch. Beide Mannschaften bleiben damit nach vier Runden weiterhin ohne Niederlage – bei den Männern rettete Alexander Donchenko aus einer zwischenzeitlich verlorenen Stellung den entscheidenden Punkt.

  14. David-Andrei Valeanhat bei der 3rd FIDE Chess Olympiad for People with Disabilities in Samarkand die Silbermedaille an seinem Brett gewonnen. Der 17-Jährige, jüngster Spieler im deutschen Team, sicherte sich die Medaille mit einem hart erkämpften Sieg in der letzten Runde gegen Venezuela.

    Vor der Schlussrunde stand Valean auf dem zweiten Platz der Einzelwertung an seinem Brett – klar war: Nur ein Sieg gegen den venezolanischen Gegner Sundoui würde die Silbermedaille sichern. Die Partie war umkämpft und ging bis zum zweiten Partieformular. „Ich habe vor der Runde auch schon ein bisschen den Druck gespürt“, sagt Valean. „In manchen Momenten habe ich mir gedacht: Mach es für die Silbermedaille – und bin auch teilweise ein Risiko eingegangen, solange es nicht zu überstürzt war.“ Am Ende habe er, trotz des Drucks, die richtigen Entscheidungen getroffen.

  15. Samarkand, 18. September 2026. Der bislang anspruchsvollste Spieltag der Schacholympiade endet für beide deutschen Teams erfolgreich: Die Männer setzen sich 2,5:1,5 gegen Usbekistan 2 durch, die Frauen gewinnen mit demselben Ergebnis gegen Belarus. Damit stehen beide Mannschaften nach drei Runden weiterhin ohne Niederlage da und haben ausgerechnet jene Runde überstanden, die dem Team in der Vergangenheit schon zweimal zum Stolperstein wurde.

  16. Samarkand, 18. September 2026. Zwei Runden, vier Mannschaftssiege: Die deutschen Nationalteams sind hervorragend in die 46. Schacholympiade in Samarkand gestartet. Nach dem erfolgreichen Donnerstag – 4:0 der Frauen gegen Irland, 3,5:0,5 der Männer gegen Usbekistan 3 – wird die Aufgabe am Freitag noch einmal anspruchsvoller. Die Männer bekommen es erneut mit einer Auswahl des Gastgebers zu tun und treffen diesmal auf Usbekistan 2. Auf die deutschen Frauen wartet mit Belarus der bislang stärkste Gegner des Turniers. Gespielt wird ab 15 Uhr Ortszeit im Silk Road International Exhibition Center.

    „Es wird immer schwerer von Runde zu Runde. Wir haben so ein bisschen das Trauma, dass wir vor zwei Jahren gegen Litauen verloren haben. Insofern nehmen alle die Runde sehr ernst. Der Approach ist aber derselbe", sagt Gustafsson zur wachsenden Herausforderung.

  17. Nachdem er die erste Runde der Schacholympiade ausgesetzt hatte, kehrte Vincent Keymer in Runde 2 zurück an Brett eins – und lieferte prompt: Gegen den usbekischen IM Saidakbar Saydaliev(2475) gewann er souverän und sicherte seiner Mannschaft damit einen wichtigen Baustein zum 3,5:0,5-Sieg gegen Usbekistan 3.

    Nach einer intensiven Saison auf der Grand Chess Tour war Erholung vor der Olympiade dringend nötig – und ist ihm nach eigener Einschätzung auch weitgehend gelungen: "Ich hatte jetzt relativ viel Zeit, mich zu erholen. So gut es geht, habe ich das getan, und es gab natürlich ein neues, hartes Turnier, das mich aber auch sehr motiviert hat. Bisher lief es da ganz gut." Auch die Anreise nach Samarkand nutzte er bewusst zur Vorbereitung, statt direkt ins Turnier zu starten: "Zum Großteil war ich ausgeruht, aber es war ganz praktisch, dass ich noch ein paar Tage hatte, bevor es hier wirklich losging. Das hilft schon, gerade weil es insgesamt ein relativ langes Turnier ist." Die ersten Tage vor Ort verbrachte die Mannschaft gemeinsam: "Wir sind ja alle zusammen mit dem gleichen Flieger angekommen und haben dann die nächsten Tage ganz nett zusammen verbracht – ein bisschen spazieren, raus, sich an das Klima, die Uhrzeit, die Zeitumstellung gewöhnen. Und ansonsten einfach gucken, dass man in guter Form ist."

  18. Der zweite Tag der Schacholympiade in Samarkand endet für beide deutschen Mannschaften nach Maß: Die Frauen gewinnen 4:0 gegen Irland, die Männer 3,5:0,5 gegen Usbekistan 3 – macht in Summe 7,5 von 8 möglichen Brettpunkten an einem einzigen Turniertag. Vincent Keymer, der in Runde eins pausiert hatte, feiert bei seinem ersten Einsatz gleich einen ganzen Punkt. Hanna Marie Klek, die zum Auftakt noch Remis spielte, zeigt sich heute deutlich zufriedener und findet mit einem klaren Sieg ins Turnier. Im Anschluss an die Ergebnisse berichten beide von ihren Partien – und blicken voraus auf die kommenden, deutlich schwereren Gegner.

  19. Zweite Runde in Samarkand, und zum ersten Mal in diesem Turnier sitzt Dinara Wagnernicht am Brett. Wir treffen sie in der Lobby unseres Mannschaftshotels – vier Tage nach der Ankunft, zum dritten Mal an diesem Ort: "Es gefällt mir hier sehr, es ist schon mein drittes Mal hier. Ich fühle mich sehr wohl, und ich denke, dass die Mädels auch das gleiche Gefühl haben." Eine kleine Samarkand-Routine hat sie sich über die Jahre auch angeeignet: "Ich laufe immer rund um den See, einen ganzen Circle." Für mehr bleibt in diesem Jahr vermutlich wenig Zeit – letztes Jahr habe man noch zweimal gemeinsam mit den Jungs Siedler von Catan gespielt, "das war auch echt lustig, aber ich denke, dieses Mal werden wir nie so viel Zeit haben, um etwas Größeres zu spielen."