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  1. Gestern gingen im italienischen Acqui Terme die Mannschafts-Weltmeisterschaften der Senioren zu Ende. Deutschland startete mit insgesamt vier Auswahlmannschaften. In der Altersklasse 65+ wurden zwei der deutschen Mannschaften von Großmeistern angeführt. Deutschland 1 mit GM Rainer Knaak gelang dabei mit Platz zwei ein sehr gutes Ergebnis hinter den überragenden Engländern, die am ersten Brett mit dem phänomenal aufgelegten GM John Nunn (6½/7) antraten. Deutschland 2 mit GM Jakob Meister erreichte einen sehr guten vierten Platz und schlug in der achten Runde die erste deutsche Mannschaft mit 2½:1½. In der Altersklasse 50+ war es ebenfalls eine Mannschaft aus England, die am Ende triumphieren konnte.

  2. Gernot Gauglitz, Geschäftsführer der UKA-Gruppe und mit seiner Firma langjähriger Unterstützer des Deutschen Schachbundes und seiner Nationalmannschaften, wird heute 60 Jahre alt. Der Deutsche Schachbund gratuliert ihm sehr herzlich zu diesem Jubiläum und wünscht ihm für die Zukunft viel Gesundheit und alles Gute!

  3. Als am 29. September 1958 mit 192 Kindern ein Schulschachturnier in Hamburg durchgeführt wurde, konnte niemand ahnen, welche Ausmaße es in der Zukunft annehmen würde. Vor fünf Jahren wurde mit 4240 Schülern ein bis heute gültiger Rekord aufgestellt. Das Schulschachturnier "Linkes gegen rechtes Alsterufer" ist damit das wahrscheinlich größte Schachturnier der Welt. Nach zwei Jahren Pandemie-bedingter Pause fand es gestern zum 59. Mal statt, mehr als 2000 Kinder kamen dazu auf dem Rathausmarkt zusammen. "Hohen Besuch" gab es von Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher und dem Gewinner des German Masters 2021 Luis Engel.

  4. Es ist viel in Bewegung im deutschen Frauenschach: Die Nationalmannschaft hat einen eigenen Weltklassetrainer bekommen, mit dem Powergirls-Programm werden die besten Nachwuchsspielerinnen besser gefördert und auch im Breitenschach soll nun mehr passieren. Passend zum „Jahr der Frau“ der FIDE hat das Präsidium des Deutschen Schachbunds nun eine Frauen-Botschafterin ernannt: Dr. Anita Stangl soll zukünftig für das Frauenschach in Deutschland werben und erhält dafür einen eigenen Etat, um Aktionen und Kampagnen umsetzen zu können.

  5. In der italienischen Kleinstadt Acqui Terme haben gestern die Mannschafts-Weltmeisterschaften der Senioren mit der ersten Runde begonnen. In der Kategorie der Über-50-Jährigen sind 23 Länder- und Vereinsmannschaften am Start, darunter eine deutsche Seniorenauswahl. In der Altersklasse 65+ haben 20 Länder- und Vereinsmannschaften gemeldet. Die Deutschen sind hier zahlreich vertreten durch drei Auswahlmannschaften und zwei Vereine. Bei den Senioren starten die Mannschaften der Frauen ebenfalls in der offenen Konkurrenz. Zum Auftakt gab es überwiegend Siege für unsere Teams.

    In den vier deutschen Auswahlmannschaften sind drei Großmeister dabei. Rainer Knaak besetzt das erste Brett in der 50+-Auswahl. Klaus Bischoff und Jakob Meister sind die Spitzenbretter bei Deutschland 1 und 2 in der 65+. Die Frauenauswahl in der 65+ wird angeführt von WIM Annett Wagner-Michel.

  6. Zum insgesamt 28. Mal seit 1991 fanden die Deutschen Frauen-Mannschaftsmeisterschaften der Landesverbände in Braunfels statt. Am Donnerstag, dem 16. Juni, wurde das Turnier vom ersten Stadtrat von Braunfels Christian Biniarz, dem Vorsitzenden der Schachfreunde Braunfels Sebastian Swoboda, DSB-Vizepräsident Ralph Alt, sowie Turnierleiter Roland Katz feierlich eröffnet. Der Referent für Frauenschach Dan-Peter Poetke leitete als zweiter Schiedsrichter die Meisterschaften.

  7. Insgesamt 410 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden den Weg zur Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft 2022 (DSAM) nach Darmstadt und ließen sich auch durch die hochsommerlichen Temperaturen von bis zu 36 Grad Celsius nicht vom Schach spielen abbringen. Im zweiten Qualifikationsturnier wurden in den sieben Wertungsgruppen 49 Qualifikanten für das DSAM-Finale in Magdeburg beim Deutschen Schachgipfel ausgespielt. Für die Meisteranalyse war der mehrfache Trainer des Jahres IM David Lobzhanidzevor Ort, der sonst unter anderem die Kaderspieler:innen Frederik Svane und Antonia Ziegenfuß betreut.

  8. Auf dem Hauptausschuss am 7. Mai in St. Ingbert wurde Gerhard Prill als Vizepräsident Verbandsentwicklung nachgewählt. Was motiviert ihn? Wie ist er eigentlich zum Schach gekommen? Was sind seine Ideen, mit denen er Schach in Deutschland voranbringen möchte? Im Gespräch hat er sich den Fragen von Paul Meyer-Dunker gestellt.

  9. Vincent Keymer hat das B-Turnier des Prager Schachfestivals im Tie-Break gegen Hans Niemann für sich entscheiden können. Nach der letzten Runde waren beide punktgleich und auch mit dem direkten Vergleich, der Sonneborn-Berger-Wertung und der Anzahl der Schwarzpartien konnte kein Gesamtsieger ermittelt werden. Im anschließenden Tie-Break mit zwei Blitzpartien ließ Keymer seinem amerikanischen Gegenüber keine Chance und holte sich mit 2:0 den Turniersieg. Vincent Keymer hat sich dadurch für das nächstjährige Masters-Turnier in Prag qualifiziert, bei welchem Pentala Harikrishna triumphieren konnte.

  10. Die Bundesvereinskonferenz ist zurück! Nachdem die Veranstaltung 2020 nicht und 2021 nur online stattfinden konnte, werden wir uns in diesem Jahr wieder in Präsenz treffen können. Die Bundesvereinskonferenz wird dabei zum ersten Mal Teil des Deutschen Schachgipfels im Maritim Hotel Magdeburg sein. Das bedeutet, dass es nicht nur spannende Workshops mit Anregungen für die Vereinsarbeit und den Austausch mit Gleichgesinnten geben wird. Daneben werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit haben, die besten Schachspieler Deutschlands bei den German Masters und bei der Deutschen Blitz-Einzelmeisterschaft hautnah zu erleben.

  11. Am 9. Juni traf sich die Bundesspielkommission zu einer Onlinesitzung. Dabei wurde u.a. mit deutlicher Mehrheit dafür gestimmt, eine Reform der 2. Schachbundesliga durchzuführen. Bei der nachfolgenden Abstimmung, welche Reformvariante genommen werden soll, gab es eine deutliche Mehrheit für eine dritte Liga mit sechs 10er-Staffeln. Von den vier vorliegenden Varianten gab es nur noch Stimmen für eine zweite Variante: keine 3. Schachbundesliga, Neuordnung der Oberligen nach Regionen. Beide Varianten sollen dem DSB-Kongress im Oktober vorgelegt werden.

  12. Die Mitgliederverwaltung (MIVIS) und die DWZ-Datenbank (DeWIS) des DSB waren für viereinhalb Wochen ausgefallen. Ab sofort stehen diese Dienste wieder zur Verfügung. Es gab keinen Datenverlust, die Datenänderungen der letzten viereinhalb Wochen werden jetzt nachgepflegt. Wir bedanken uns bei den Schachfreunden aus Württemberg, die ehrenamtlich einen großen Aufwand betrieben haben, um die Systeme wiederherzustellen. Bzgl. eines eventuellen missbräuchlichen Zugriffs auf die Daten verweisen wir auf die bereits veröffentlichte Mitteilung vom 1. Juni, hier gibt es bisher keine neuen Erkenntnisse.

  13. Der Name der Stadt Braunfels ist wie kein anderer mit der Deutschen Frauen-Mannschaftsmeisterschaft der Landesverbände (DFMMdLV) verbunden. Die 43. Auflage des Turniers für Frauen-(Bundes-)Ländermannschaften findet zum 28. Mal in der hessischen Kleinstadt im Taunus statt. Insgesamt 11 Mannschaften haben sich in die Teilnehmerliste eintragen lassen, wobei Bayern und Hessen mit zwei Mannschaften an den Start gehen. Die zweite hessische Mannschaft bildet dabei ein gemeinsames Team mit der Auswahl des Saarlandes.

    Favoriten für den Turniersieg sind Titelverteidiger Nordrhein-Westfalen und Württemberg. Für Württemberg wäre es die vierte Meisterschaft, Nordrhein-Westfalen peilt sogar den 19. Sieg an!

  14. Vor einigen Tagen erreichte uns die traurige Nachricht vom Tod der früheren Frauenschachreferentin Helga Luft. Sie starb am 6. Juni im Alter von 88 Jahren, fünf Jahre nach ihrem geliebten Mann Hans Werner, der damals das gleiche Alter erreichte. Viele Jahrzehnte ihres Lebens setzten sich beide für den Schachsport in Nordrhein-Westfalen ein, Helga Luft auch über neun Jahre auf Bundesebene. Der Deutsche Schachbund trauert mit ihren Angehörigen und wird Helga Luft niemals vergessen.

  15. Im hessischen Willingen fanden wie in den letzten Jahren die von der Deutschen Schachjugend (DSJ) organisierten Deutschen Jugend-Einzelmeisterschaften (DJEM) statt. Vom 4. bis zum 12. Juli wurden in sechs Altersklassen, drei offenen deutschen Meisterschaften und einem Kinderschachturnier die Sieger ermittelt. Zum ersten Mal im wiedervereinigten Deutschland wurde auch eine Meisterschaft der Unter-8-Jährigen ausgetragen. Premierensieger wurde Linus Becker vom SK Blauer Springer Paderborn.

    Nachfolgend die zehn Erstplatzierten jeder Meisterschaft und die Fotos der drei Medaillengewinner.

  16. Bereits über 69.200 Kinder kamen, um die „Faszination Schach“ von Großmeister Sebastian Siebrecht als Erlebnisschachprogramm zu rocken. Norderstedts Oberbürgermeisterin Elke Christina Röder hat die Schirmherrschaft übernommen. Zusammen mit Centermanager Agâh Schaumburg und den Zweitklässlern der Grundschule Immenhorst wird die Oberbürgermeisterin den Eröffnungszug am Mittwoch, den 15. Juni 2022 um 10.00 Uhr ausführen.