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  1. Mit zwei hervorragenden vierten Plätzen kehrt die kleine deutsche Delegation von den Jugend-Weltmeisterschaften U14-18 aus Mumbai (Indien) zurück. Lara Schulze und Valentin Buckels heißen unsere erfolgreichsten Teilnehmer.

  2. Kurz vor seinem 17. Geburtstag in drei Tagen hat sich Luis Engel heute beim Christoph-Engelbert-Gedenkturnier seines Hamburger Schachklubs das wohl größte Geschenk seiner bisherigen Schachlaufbahn gemacht. Mit einem Remis in der letzten Runde gegen Spartak Grigorjan sicherte er sich nicht nur Platz zwei im Großmeisterturnier, sondern auch die dritte Norm für den Großmeistertitel! Der Verleihung des begehrten Titels durch die nächste FIDE-Präsidiumssitzung steht nun nichts mehr im Wege. Herzlichen Glückwunsch, Luis!

  3. Das im letzten Jahr von der Bremer Schachgesellschaft von 1877 organisierte Jugendturnier zum Gedenken an den einzigen deutschen Schachweltmeister, Emanuel Lasker, hat nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch von den 60 Jugendlichen und ihren Eltern und Betreuer*innen, die am Turnier teilgenommen haben, eine positive Resonanz erfahren. Haben wir doch in einem vom Deutschen Schachbund ausgeschriebenen bundesweiten Wettbewerb den 2. Platz belegt. Aus diesem Grund werden wir auch in diesem Jahr am 23.11.2019 die Tradition fortsetzen, und ein Jugendschachturnier veranstalten, das wiederum einem ehemaligen Schachweltmeister gewidmet ist. Dieser muss aber noch von den Teilnehmern in einem Ratespiel ermittelt werden. Wir hoffen auch diesmal wieder auf zahlreiche Rückmeldungen.

  4. Bereits über 44.200 Kinder kamen, um die „Faszination Schach“ von Großmeister Sebastian Siebrecht als Erlebnisschachprogramm zu rocken. Oberbürgermeister Dr. Florian Janik hat die Schirmherrschaft übernommen und wird zusammen mit Centermanager Marius Lorbach, sowie den Schülern der Grundschule Erlangen den Eröffnungszug am Montag, den 14. Oktober 2019 um 10.00 Uhr ausführen.

  5. Am Abend vor dem freien Tag wurde „gesiedelt“. Generationen von Schachspielern wissen wovon ich rede. Gewonnen hat Papa Schulze, sehr zum Leidwesen seiner Tochter und des Autors natürlich. Unterstützt von der Außenhandelskammer Mumbai, die uns mit Bus und Guide ausgestattet hatte, brachen wir frohgelaunt ins „Abenteuer“ Mumbai auf. Passenderweise hatte sich das Busunternehmen „Destiny“ als Namen gegeben. Für wen würde sich das Schicksal erfüllen? Um es vorweg zu nehmen: Mir sind keine Unfälle, Ausfälle, Zufälle oder böse Begegnungen zu Ohren gekommen.

  6. Am Tag der Deutschen Einheit kamen 35 Schachtrainerinnen und Schachtrainer aus Ost und West des Landes sowie einige Kollegen aus Namibien, Österreich und der Schweiz im schwäbischen Weißenhorn zum FIDE-Trainerseminar zusammen. Für dieses Seminar konnten wir den FIDE Senior Trainer GM Uwe Bönsch gewinnen. Uwe konnte auf seine Erfahrung aus 22 Jahren Arbeit beim DSB und vielen Jahren aktive Mitarbeit bei der FIDE-Trainerkommission zurückgreifen. Für mich persönlich war es eine Freude, meinen ehemaligen Kapitän der deutschen Nationalmannschaft wieder an Bord zu haben.

  7. Zu diesem einmaligen Turnier konnte Reiner Scholte zwei Überraschungsgäste begrüßen: den DSB-Breitenschachreferenten Hugo Schulz mit seiner Gattin und den Präsidenten des Schachverbandes Württemberg, Armin Winkler. Hugo Schulz, der aus Hamburg angereist war, sprach bei der Begrüßung seinen besonderen Dank und Anerkennung für die zahlreichen Aktionen der Heilbronner Schachvereine aus - einschließlich eines Vereins aus dem Kreis Ludwigsburg. Es waren immerhin 77 Veranstaltungen vom April bis Oktober, die dieses Gesamtteam bewältigt hatte – eine außergewöhnliche Leistung! Er meinte, bei dieser Veranstaltungsfülle ist es wohl die Plicht, dass auch mal ein Vertreter des DSB diesem attraktiven BUGA-Schachstand einen Besuch abstattet. Auch Armin Winkler hob die überragenden Aktionen als was ganz „Besonderes“ hervor, die durch den hervorragenden Organisationsleiter Reiner Scholte, in Zusammenarbeit mit den beteiligten Vereinen, hochengagiert gemeistert wurde.

  8. Heute macht der dienstälteste Funktionär im Deutschen Schachbund sein Dreivierteljahrhundert voll - Jürgen Kohlstädt wird 75 Jahre alt. Wir gratulieren ihm dazu recht herzlich und wünschen ihm noch viele schaffensreiche und vor allen Dingen gesunde Jahre bei der Organisation der Schachbundesligen und in der Spielkommission.

  9. Die 13. Offene Senioren Einzelmeisterschaft von Schleswig-Holstein 2019 in Büsum ist beendet und der „alte“ König ist auch der „neue“ König: IM Klaus Klundt (SC Heusenstamm).

    In der letzten Runde forderte FM Christian Mathias Hess (FC St. Pauli) am Spitzenbrett den Führenden in einer katalanischen Partie heraus. Bei einem Sieg hätte Hess die Führung übernehmen können, doch der Vorjahressieger hatte alles unter Kontrolle, und so einigte man sich nach 28 Zügen auf eine Punkteteilung. Am Verfolgerbrett musste Dr. Bernd Baum (SC Fulda) gegen Dr. Gerhard Köhler (USV Halle) somit gewinnen, wollte er mit dem Tabellenführer gleichziehen. In einem lange Zeit ausgeglichenen Sizilianer sah es nach Remis aus, bevor Dr. Köhler kurz nach der Zeitkontrolle fehlgriff und einen gefesselten Springer nicht mehr ausreichend verteidigen konnte. Diese Chance ließ Dr. Baum sich nicht entgehen und schloss zu Klundt auf, so dass beide 7,5 Punkte erreichten und die Zweitwertung entscheiden musste. Um einen halben Buchholzpunkt konnte Klaus Klundt seinen Vorsprung ins Ziel retten und sich wie im Vorjahr den Titel sichern. Das Treppchen vervollständigte Christian Mathias Hess vor FM Jaap Vogel aus den Niederlanden und Walter Strobel (SK 1982 Klingenberg), alle 7 Punkte, wobei sich letztere zum Ende hin mit zwei Siegen vor eine Schar von 6 Spielern mit je 6,5 Punkten setzten.

  10. Die diesjährige NATO-Schachmeisterschaft war in mehrerlei Hinsicht etwas Besonderes, vor allem aus deutscher Sicht. Wie auch schon bei den runden Jubiläen zuvor war Deutschland Ausrichter des Turniers. Die Stadt Berlin erwies sich dabei als der ideale Austragungsort der 30. NATO-Schachmeisterschaft, die vom 16. bis zum 20. September stattfand: Zum einen in Anbetracht der Parallelität, dass hier vor ebenfalls 30 Jahren mit dem Fall der Mauer der Weg zur deutschen Einheit initiiert wurde, wie Vizeadmiral Rühle, stellvertretender Generalinspekteur und Schirmherr der Veranstaltung, in seiner Eröffnungsrede treffend feststellte. Zum anderen lag es sicherlich auch an der Attraktivität der Stadt, dass insgesamt 114 Spieler aus 17 NATO-Nationen an der Meisterschaft teilnahmen, was einen neuen Rekord für das Turnier darstellt.

  11. Dr. Jürgen Morhard, seines Zeichens Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Mumbai, besuchte heute die Weltmeisterschaft. In kleiner Runde plauderte er über die Vorzüge und Tücken seiner Tätigkeit in Indien. Sein Bereich ist größer als die gesamte EU, über 1500 deutsche Unternehmen drängen in den indischen Markt, allein Mumbai ist mit seinen über 20 Millionen Einwohnern ein riesiger Schmelztiegel, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft vereint. Indien: das sind Slums, das ist Hightech, deutsche Elektronik und Mondmissionen. Indien ist gigantisch.

    Beim Anblick der SpielerInnen freute er sich über den völkerverständigenden Charakter des Schachs und lobte die Zielstrebigkeit der deutschen Teilnehmer in Zeiten von PISA-Studie und Counterstrike. Als VIP führte er am Brett von Lara Schulze den ersten Zug aus. Mal sehen, ob es der richtige war.

    Für den freien Tag lud er die deutschen Teilnehmer und Gäste zu einem Empfang in das Konsulat ein.

  12. Nach sechs von 11 gespielten Runden kann man erste Prognosen abgeben. In der U18 sammeln sich die Favoriten vorne. Mit dabei ist auch Valentin Buckels, der eine grundsolide Vorstellung mit Luft nach oben abliefert. In der U18w sind zwei Überraschungen zu vermelden. Zum einen wird sehr viel Remis gespielt, entgegen den sonstigen Vorlieben der kampfeslustigen Amazonen. Zum anderen kann sich noch niemand vom Pulk absetzen, es bleibt spannend. Gut platziert sind hier Lara Schulze und Annmarie Mütsch.

  13. Bereits über 43.600 Kinder kamen, um die „Faszination Schach“ von Großmeister Sebastian Siebrecht als Erlebnisschachprogramm zu rocken. Oberbürgermeister Thomas Kiechle hat die Schirmherrschaft übernommen und wird zusammen mit Centermanagerin Ekaterina Avdosyeva, sowie den Schülern der Montessori-Grundschule den Eröffnungszug am Montag, den 7. Oktober 2019 um 10.00 Uhr ausführen.

  14. Die Eröffnungsveranstaltung fand im Stile der indischen Tanzfilme aus „Bollywood“ mit viel Tanz, Show und noch mehr Reden statt.

  15. Vom 5. bis 17. November 2019 findet in Hamburg das dritte Turnier des FIDE Grand Prix mit hochkarätiger Besetzung statt. Der Deutsche Schachbund e.V. (DSB) und der Hamburger Schachverband (HSchV) sind erfreut, solch ein Turnier in Deutschland willkommen zu heißen und werden im Rahmen des FIDE Grand Prix Veranstaltungen anbieten. Nähere Informationen finden Sie auf dieser Seite.

  16. Die pädagogische Initiative Schach für Kids e.V. richtete im Rahmen der Talenttage Ruhr am 27. September 2019 in der Hattinger Altstadt eine Lebendschach-Veranstaltung aus. Pünktlich zum Start der Veranstaltung um 14 Uhr strahlte die Sonne und dies zu Recht. Unter blauem Himmel zogen die als Schachfiguren verkleideten Kinder auf dem vom Verein eigens erstelltem Schachbrett von 6 x 6 Meter auf. Bevor es los ging, wurden die Ehrengäste vorgestellt und der Initiator Ralf Schreiber stellte den Gästen noch ein paar Fragen. Gekommen waren als „Hausherr“ der Hattinger Bürgermeister Dirk Glaser, die Geschäftsführerin der Talent Metropole Ruhr, Frau Dr. Britta L. Schröder und der Präsident des Schachbundes NRW, Ralf Niederhäuser.

  17. Die meisten Schachspieler verbinden mit dem Schachspiel die Vorstellung, dass sich die beiden Spielpartner entweder im Vereinslokal oder privat in heimischer Atmosphäre treffen und sich persönlich am Schachbrett gegenübersitzen. Was aber, wenn man aus vielerlei Gründen den Weg zum Vereinslokal nicht gehen kann oder möchte oder sich kein geeigneter Spielpartner findet? Dann ist der Weg zum Fernschach eine ausgezeichnete Alternative.